Wort & Wein: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“

die Hobbits
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Die Jugendband Terikto brachte schon mit ihrem ersten Stück die Gläubigen zum Mitklatschen: „Weite Räume meinen Füßen, Horizonte tun sich auf, zwischen Wagemut und Ängsten, nimmt das Leben seinen Lauf. Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ Die Sonne schien in die Abteikirche und der Gottesdienst öffnete die Herzen.

Nelli Baumann aus dem Dreierteam der Liturginnen beschrieb das Gottvertrauen, das der Beter im 31. Psalm trotz seiner Bedrängnis hat, und das ihn zu der Aussage bringt, dass Gott in aus der Enge erlöst und ihm wieder weiten Raum zeigt. Sie verglich den engen Raum des Psalmbeters mit den Beschränkungen des Infektionsschutzes, die uns zurzeit einengen. Und sie ermutigte dazu, in den Beschränkungen die Weite Gottes zu suchen, die uns nicht beschränkt werden kann. Die Liturgin Astrid Bernius beschrieb, wie aus dem Gottvertrauen die Fähigkeit des wirksamen guten Tuns wachsen kann. „Aus diesem Erleben des weiten Raumes im Innen wächst dann ein Drang, die so verschmeckte Liebe Gottes auch nach außen zu tragen und zu handeln. Und das ist dann nicht Aktionismus oder Machbarkeitswahn, das ist dann ein Strömen aus dem Gefühl, selbst Gottes geliebtes Kind zu sein.“

Als ein Hausstand im Sinne des Infektionsschutzes war die Hobbit- Familie aus Schneeberg gekommen. Sie hatten Decken dabei, um nicht zu sehr zu frieren in der Kirche. Sie sangen vom Stern, der gekommen ist und Licht bringt, und sie beteten die Fürbitten:  „wir bitten für die Schulkinder, die ab morgen zu Hause lernen sollen. Gib ihnen gute Laune und Interesse dazu.“ „Wir bitten für die Eltern und die Erzieher, die das betreuen, gib ihnen Humor und Gelassenheit.“ „Wir bitten für die Leute, die krank sind. Trage sie und heile sie und liebe sie.“ „Wir bitten für die Menschen, die wegen Corona nicht mehr genug Geld verdienen, lass sie Wege finden, weiterzukommen.“ „Wir bitten für die Menschen die einsam sind. Gib Ihnen Dein Lied in ihr Herz, damit sie nicht so traurig werden.“ „Wir bitten für die, die zu unserer Gemeinde gehören und nicht in die Kirche kommen können, segne sie.“ Wir bitten, dass in Amerika alles gut geht.“ Die dritte der Liturginnen Marie Sunder-Plassmann, dankte allen Beteiligten und erwähnte, dass der von Klaus Sartorius gefilmte Gottesdienst ins Netz gestellt würde, damit alle, die nicht in die Kirche kommen konnten, ihn zu Hause ansehen können.