Wir bekommen ein neues Dach und ziehen aus

Gemeindehaus
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Man muss schon ganz klar wissen, dass die Wege des Herrn unergründlich, aber sehr weise sind, um das zu glauben: erst beschließt die evangelische Kirchengemeinde, das Dach des Gemeindezentrums neu zu decken. Dann fragt der Bürgermeister, ob die Stadt das ganze Gemeindezentrum haben könnte, um bis zur Fertigstellung des Kindergartenneubaues die vielen Amorbacher Glückskinder unter-zubringen. Der Kirchenvorstand sagt zu allem „Ja und Amen“. So stecken wir gleichzeitig unser ganzes Geld in ein neues Dach, um dann das Gebäude der Stadt zu überlassen.  Und das alles im Eiltempo.  Alles geht nur, weil die Katholischen uns Asyl in ihrem Pfarrheim gewähren. Ihnen gebührt der End- Dank der Kette. Die Kirchenvorsteherinnen haben schon das ganze Gemeindezentrum ausgeräumt, es fühlt sich ein wenig freischwebend an, aber das ist ja ein wichtiges Merkmal von Religion.

Und wenn frau jetzt tanzen oder singen geht ins katholische Pfarrheim und denkt: „ist ja auch egal, ob jetzt evangelisch oder katholisch tanzen“, dann sind die Wege des Herrn gar nicht mehr so unergründlich: ein Schritt weiter zu seiner einen heiligen allgemeinen Kirche ist getan.                       MSPlm