Neujahrsmesse mit evangelischer Predigt in Kirchzell

Ökumenische Ereignisse

 

 

Am Neujahrstagabend gab es eine gut besuchte Messe mit Pfarrer Michael Prokschi und wunderbarer Musik der Familie Hennige: Die Kinder Max, Sophie, Marie und Lisa spielten Streichquartett und an der Orgel war der Vater Martin Hennige. Die evangelische Pfarrerin Marie Sunder- Plassmann hielt die Predigt. Der Neujahrstag ist in der katholischen Kirche ein Marienfest, und so war die Predigt eine kleine Herausforderung: denn Martin Luther hat Maria sehr verehrt, er wollte sicher nicht, dass die Evangelischen ihre Marienverehrung beenden sollen, aber für ihn war klar:  Maria kann keine erlösende oder fürsprechende Aufgabe in der Heilsgeschichte haben, weil jeder Mensch selbst direkten Zugang zu Gott hat. Aber Glaubensvorbild darf und soll sie auch den  Evangelischen sein. Und so sprach Pfarrerin Sunder- Plassmann über Worte aus dem Tagesevangelium: „Und Maria bewahrte diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen“. So wie Maria es tat, ist die Meditation von Worten und Sätzen in allen Religionen ein Mittel, um zu Gott zu kommen. Und die Pfarrerin entwickelte den Gedanken, dass unsere Alltagsgespräche friedlich wirken werden, wenn die Wörter vorher durch ein von guten und heiligen Worten bewegtes Herz veredelt wer den. Dann entfallen unbedachte Vorurteile oder Tratsch oder  schlechte Nachreden, dann geschieht Gutes durch unsere Gespräche und es kommt Frieden. Nach der heiligen Kommunion und einem großen Schlusssegen durch Pfarrer Prokschi  und einem Quartett der Familie ……….zum Gottesdienstabschluss gab es Sekt in der Kirche zum Jahresbeginn.      Prosit!