Gottesdienst zum Allerheiligenvorabend und Reformationstag

Ökumenischer Regionalgottesdienst zum Allerheiligenvorabend und Reformationstag in der Abteikirche

 

Regine und Erich Stadelmann

Das katholische Dekanat Miltenberg und die ev. Kirchengemeinden am Untermain, Miltenberg, Kleinheubach und Amorbach hatten eingeladen und die Abteikirche war voll. Ehrengäste waren wieder die Ehepaare mit verschiedener Konfession. Eins dieser Paare, Regine und Erich Stadelmann erzählten aus ihrem konfessions-verbindenden Familienleben in leben-diger und authentischer Weise. Die Themen der beiden wurden dann von Dekan Prokschi und Pfarrerin Sunder- Plassmann aufgegriffen. Dabei wurde auch über die verschiedenen Kirchen-möblierungen der beiden Konfessionen gesprochen. Der Dekan fragte vom Ambo aus die Pfarrerin oben auf der Kanzel, warum bei den Evangelischen immer noch die Gläubigen von oben herab angesprochen würden statt auf gleicher Ebene. Zum Stichwort „immer noch“ gab es natürlich was zu kontern von der Pfarrerin, und so war die Predigt  informativ und unterhaltsam. Es wurde deutlich, dass die Unterschiede der Konfessionen oft auf Anlässe zurückzuführen sind, die es heute nicht mehr gibt. Aber die Tradition sucht sich oft lieber eine neue theologische Begründung als sich zu wandeln, um sich einander anzunähern. Die Liturgie des Gottesdienstes war sehr feierlich und die große Gemeinsamkeit beider Konfessionen, nämlich die unbedingte Liebe Gottes zu verkünden, ließ alle Unterschiede verblassen.  

 

Beim Empfang im grünen Saal begrüßte SD Fürst zu Leiningen die Gäste, und benannte unsere Zeit jetzt in seiner Rede als eine Zeit der Konfessions-versöhnung.  Bürgermeister Peter Schmitt  würdigte die Tatsache, dass die Reformation die Neuzeit eingeläutet hat und damit in allen Lebensbereichen eine Wende zu mehr Gerechtigkeit und Menschenwürde gebracht hat. Im sozialen Bereich waren seitdem die Kirchen mit der Caritas und der Diakonie die fortschrittlichen Institutionen, die Menschlichkeit und Nächstenliebe in den sich wandelnden Lebensverhältnisse aufrechterhielten. Zum krönenden Abschluss proklamierte Herr Schmitt die Einheit der Kirche mit den Worten der Schrift: denn wir haben „einen HERRN, ein Glauben, eine Taufe“.  MSPlm