Festlicher Erntedankgottesdienst

Karin Wörner hat aus ihrem großen, wunderschönen Garten eine Fülle von Blumen und Früchten gebracht und aus dem Altar mit Hilfe von Dagmar Breunig ein staunenswertes impressionistisches Erntebild geschaffen. Esther Lausberger hat die neue Erntekrone geflochten und IKH, Fürstin zu Leiningen hat riesige Sonnenblumensträuße gespendet. Nelli Baumann, Gabi Kemnitzer und Pfarrerin Marie Sunder-Plassmann gestalteten Liturgie und Verkündigung und die band rejoice hat den spirituellen sound gegeben. Michael Picard, Klostersänger und nun Band- Aushilfe für Pfarrer Burkhardt, begeisterte die Gottesdienstbesucher mit seiner Stimme.

Michael Picard
Bildrechte: MSPlm
mit Gänsehaut- erzeugender Stimme brachte Michael Picard die Herzen zu Gott

Marie Sunder- Plassmann begrüßte mit der Bemerkung, dass am Vortag 30 Jahre deutsche Einheit gefeiert worden seien, und dass der Bundespräsident gesagt habe, dass es ein Tag der Freude, der Erinnerung und der Ermutigung sei. „Und heute ist ein Tag des Dankes. Danke für die friedliche Revolution, danke, dass es vielen Menschen in Deutschland gut geht. Danke, dass wir haben, was wir brauchen! Wir gehen ins Geschäft. Wählen, Joghurt: mit oder ohne Fett?, Schokolade: Vollmilch oder lieber bitter?, Marmelade: mit Ingwer, oder lieber doppelt Frucht?. Alles ist da. Heute sagen wir: danke schön, lieber Gott.“

Nach dem Kyrie erzählte Nelli Baumann von der Kindheit und Jugend ihres Vaters auf dem Land in Kasachstan. Sie schilderte, wie Vieles selbst angebaut wurde, und wie auf dem Hof selbst geschlachtet wurde, was sie selbst als Kind dort noch erlebte. Sie schilderte auch eine Zufriedenheit der Menschen dort mit dem, was da war und eine Dankbarkeit darüber, dass sie genug hatten. Sie selbst dankte für die Vereinfachung des Lebens und der Versorgung heute, für den Fortschritt, der unseren Alltag so erleichtert hat.

Die Pfarrerin schilderte dann das Leben der Familie Pfefferkorn im Weiler Dörnbach vor 50 Jahren. Damals gab es dort vielfältige Gemüsegartenwirtschaft, Feldwirtschaft, viele verschiedenen Haustiere, alle Arten von Verarbeitung und Konservierung. Die Familie Pfefferkorn hat unendlich viel gearbeitet, aber diese Art der Arbeit gibt der Seele vielleicht auch manchmal eine Ruhe und Gottverbundenheit, die wir uns heute oft wünschen.

Martina Krause von Kirchenvorstand hielt die biblische Lesung, Gabi Kemnitzer legte sie aus: Gott hat uns eine Fülle gegeben und wünscht sich von uns, nicht zu vergessen ihm zu danken. Oft haben wir das Gefühl, wir selbst hätten uns unser Wohlergehen erarbeitet. Aber die Arbeitsbedingungen, die es uns heute nicht allzu schwer machen, ein gutes Leben zu führen, haben wir nicht uns selbst zu verdanken. Sie sind ein Produkt aus dem Fleiß unserer Vorfahren und aus Gottes Großzügigkeit.

Nach den Nachrichten aus der Kirchengemeinde, die Harald Schmitt vortrug, stieg das große Dankgebet in den Kirchenhimmel auf, jeder Dank wurde von rejoice mit einem „Lobe den Herrn meine Seele“ aufgenommen. Unter Infektionsschutzbedingungen gab es dann im Reitschulhof noch angeregte Gespräch über die Themen des Gottesdienstes.                                                                         MSPlm