Beitritt zur Bekennenden Kirche 1935

Beitritt zur Bekennenden Kirche 1935 in Amorbach

 In Amorbach entschlossen sich die evangelischen Pfarrer in der Zeit der Faszination und Versuchung, in der die „Deutschen Christen“ in Hitler den neuen Erlöser sahen,  die Gemeinde auf das Bekenntnis zu Christus allein zu verpflichtenund von diesem Standpunkt aus alle politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Fragen zu beurteilen. Nicht viele Gemeinden in Bayern wagten diesen Weg. Amorbach hatte die Rückendeckung seines Patronsherrn, des Fürsten zu Leiningen und zeigte in diesen so schwierigen politischen Zeiten Rückrat. Innerhalb eines Monats, im März 1935 traten über die Hälfte der erwachsenen Gemeindemitglieder der Bekennenden Kiche bei. Pfarrer Detlef von Walter hielt offene Predigten gegen die Rassenlehre des Nationalsozialismus. 1942 wurde er nach Mittenwald versetzt, um der Verfolgung zu entgehen. Ohne die Rückendeckung der Landeskirche und des Patrons hätte er die Verfolgungszeit nicht überlebt. Auf der Insel Sassau im Walchensee erteilte er dann dem jungen Fürstensohn 1946 Konfirmandenunterricht.                                                                                                     MSplm